Herzworte

    Arbeit

    1. Mai 2020

    Im Moment ist meine Arbeit anders als sonst.
    Die Erzähl- und Begegnungsräume scheinen kleiner. Äußerlich passiert weniger. Innerlich viel mehr. Arbeit bedeutet gerade eine andere Aufmerksamkeit. Auf das, was im Dazwischen liegt. Manchmal fließen die Worte nur so und manchmal verstummen sie ganz. Das ist auch zu anderen Zeiten so, aber gerade scheint der Gegensatz zwischen beidem extremer.

    Ich war lange nicht mehr so lange am Stück zu Hause. Kolleg*innen treffe ich nur noch virtuell. Kund*innen auch. Mein Mann und ich nennen uns jetzt ab und an ‚Kollegen‘. Wir teilen uns ein Arbeitszimmer. ‚Don’t fuck the company‘ ist uns gerade mal egal.

    Meine Arbeit gilt nicht als systemrelevant. Das ist okay für mich. Ich kann damit leben. Aber nur schwer davon. Soforthilfe kann ich zwar beantragen, allerdings so gut wie für nichts nutzen. Ich arbeite mehr, um das irgendwie auszugleichen. Der geplante Urlaub im April ist ausgefallen. Die Sehnsucht nach Pause, Abstand, Erholung nicht.

    Ich bin dankbar, dass ich immer noch Arbeit habe. Worte werden auch weiterhin gebraucht. Erfahrungsräume auch. Nicht-allein-gelassen-werden sowieso. Ich komme auf neue Ideen. Trau mich mehr. Werde erfinderisch. Vertrau auf meine Fantasie. Es gibt Menschen, die vertrauen weiterhin auf mich. Das macht mich nur noch dankbarer.
    Meine Arbeit ist anders gerade. Sie wird anders bleiben. Oder werden. Und vielleicht habe ich am 1.Mai noch nie so viel über Arbeit nachgedacht, wie in diesem Jahr.

    #immoment #tagderarbeit

    Worte und Bild: Hanna Buiting

     

     

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